Montag, 18. Juli 2011

mit Motoröl schmiert's auch nicht besser

Nicht, dass ich versucht hätte meine Rollfockanlage mit Motoröl zu bearbeiten, oder meine Sprayhood damit zu flicken, aber produktiv gesehen, wäre wohl das Selbe bei raus gekommen. Trotz allem Wirrwarr haben wir aber vor guten zwei Stunden abgelegt und fahren die Elbe runter Richtung Glücksstadt - Welt, ich komme...





Thorsten und Gerald versuchen genauso erfolglos wie ich, das Vorstag noch weiter zu spannen.
Geschenke! - zumindest auf Zeit. Für die segeln werde ich ein paar Sachen auf Beständigkeit testen.
Bereit würde ich sagen.

Sonntag, 17. Juli 2011

Konfuzius sagt

Erste Erkenntnis des Tages: die Elbe ist ein Tidengewässer
Wir hatten noch ein paar Stunden in Geestacht auf das Hochwasser zu warten. Dort ist eine Schleuse und ab dort beginnen die Gezeiten. Hinter der Schleuse hatten wir festgemacht und freuten uns über die Sonne. Eine Weile später kam ein Freund vorbei, der gerade in Hamburg ist, um mit zu fahren und noch ein bisschen später kamen noch zwei Freunde mit dem gleichen Ziel. In der Zwischenzeit waren die Fender verrutscht und ließen sich nicht mehr zwischen Boot und Poller klemmen, so ganz verstand ich das nicht, hatte es doch eben noch alles gepasst. Irgendwann fiel mir dann auf, dass die Festmacher ganz schön straff aussahen. Als ich sie löste gab es einen kleinen Platsch und das Boot rutschte einen halben Meter tiefer. Es ist doch immer wieder erstaunlich was diese alten Seile und Klampen so aushalten.


Zweite Erkenntnis des Tages: die gelben Kreuze dienen lediglich der Verschönerung der Landschaft
Ich hatte es total satt immer nach den gelben Kreuzen an Land zu fahren, aber noch weniger Lust hatte ich aufzusetzen, deshalb fuhr ich brav weiter Zickzack. Irgendwann erbarmte sich einer meiner fünf Leichtmatrosen und nahm die Verantwortung auf sich – es passierte natürlich nichts.

Dritte Erkenntnis des Tages: Wind von der Seite stört eine vertikale Aufwärtsbewegung
Wir waren ziemlich spät in Hamburg angekommen und legten das Schiff in den City Sport Hafen, was ziemlich toll ist, weil es wirklich direkt in der City ist. Am nächsten Tag (gestern, Samstag) kamen ein paar Freunde und Bekannte vorbei und wir versuchten den Mast zu stellen. Ja, wir versuchten es, letztendlich auch mit Erfolg, aber der erste scheiterte mit der Mastspitze im Wasser: der Mast war ein bisschen schwerer, der Wind ein bisschen stärker und wir ein bisschen weniger. Danach rüsteten wir von vier auf sieben starke Leute auf, machten doch die Oberwanten fest und dann klappte es auch alles wunderbar.

Vierte Erkenntnis des Tages: schlafen können wir auch noch morgen

Freitag, 15. Juli 2011

C:\Program Files\Spiele\Elbe

So dramatisch, wie es sich bisher angehört haben muss, ist es gar nicht. Eigentlich ist es sogar sehr toll alles. Klar, der Motor hatte zwischen durch keine Lust mehr, aber zumindest gestern ist er zehn Stunden am Stück durchgelaufen ohne sich zu beschweren - das mit den Löchern im Filter muss wohl funktioniert haben. Und gut, das Wetter ist vielleicht auch nicht so bombe und dass ich mein Handy versenkt habe auch nicht, aber trotzdem ist es einfach mal die beste Kanalfahrt die ich bisher erlebt habe, in meinem kurzen Seglerleben. Deshalb ist es auch nicht so schlimm, dass wir noch ein Tag länger brauchen werden.
Auf der Elbe zu fahren ist irgendwie seltsam. Obwohl sie ziemlich breit ist, muss man sich die ganze Zeit auf einer Seite halten und immer wenn es ein Kreuz an Land gibt, muss man die Seite wechseln, so dass man die ganze Zeit wie auf Schienen Zickzack fährt. Mir wurde voll die Panik davor gemacht, aber so schlimm ist es dann doch nicht. Ich habe einmal aus Versehen ein Kreuz verpasst, weil wir gerade über Torten geredet haben und es ist nichts passiert... Man kommt sich halt vor, wie in so einem 90er Jahre Computer Spiel nur mit besserer Grafik.
Heute Nacht haben wir in Neu Darchau übernachtet (keine Ahnung, wo das ist) und heute wollen wir wirklich noch ankommen. Gerade sind wir allerdings immer noch in Neu Darchau und müssen und auch gar keinen Stress machen, weil wir eh noch Ewigkeiten aufs Hochwasser in Hamburg warten müssen und so haben wir gerade das Frühstück beendet und werden langsam aufräumen und ablegen: HAMBURG ICH KOMME!

Mittwoch, 13. Juli 2011

tausend mal berührt, tausend mal ist nichts passiert

tausend und eine Nacht
und es hat bluuuub gemacht...
Falls mich jemand erreichen will, das geht jetzt nicht mehr, zumindest nicht auf meinem Handy, das hat sich selbst seebestattet

ab jetzt bitte hier:
0151/14451442

Dienstag, 12. Juli 2011

Hallo Motor, hier ist Merle

Ja, ich wollte es auch nicht glauben, als ich entspannt am Niedergang saß und einfach vor mich hin döste, leider half auch kein weghören, das geht nämlich bei einem so durchdringenden Piepen nicht. Im Gegensatz zum letzten Jahr, wusste ich nur diesmal woher es kam und so saß ich nur da und dachte: Och nö...!
Der Motor war mal wieder überhitzt, aber anstatt irgendetwas zu machen oder eine Lösung nachzudenken, stellte ich den Motor aus und lies uns treiben. Ich hatte keine Lust über so etwas nach zu denken, sollte doch eine Lösung zu mir kommen - kam aber nicht. Und so brachte meine Schwester den Anker aus und ich setzte mich an die Operation am offenen Herzen. Viel bei rum kam nicht, aber beim nächsten Mal anmachen nach einer Stunde blieb er ruhig - zumindest für die nächsten vier Stunden.
Jetzt stehen wir in Pritzerbe an der Havel, haben vorsichtshalber eine Plane aufgespannt, weil es morgen regnen soll und wir mit Sicherheit seltsames Zeug machen werden.
Hier eine kleine Checkliste zu der bisherigen Diagnose der Krankheit:
  • Impeller - läuft
  • Öl - ist auch gut
  • Ölfilter - neu
  • Wasseransaugventil - ist frei
  • Thermostat - gibts nicht mehr
  • Wasserfilter - ist neu - AHA! zumindest ist das der Ansatz für des Problems Lösung, Der Wasserfilter ist nicht unbedingt gemacht für diese Aufgabe und laut der Pritzerber-Leute eher eni Trinkwasserfilter. Und jetzt die Idee: da kommt einfach nicht genug durch - wenn es das einfach ist, würde ich mich ganz schön freuen.

los, oder was?!

Montag, 11. Juli 2011

eigentlich an sich, aber dann irgendwie doch nicht

Die letzten 24 Stunden sind angebrochen. Ich bin aber weniger aufgeregt, als sentimental, außerdem muss ich gleich nochmal zur Uni für eine Präsentation. Eigentlich wollte ich jetzt und hier ein super toll zusammen geschnittenes Video zu den letzten Tagen präsentieren, aber ich finde keine Programm, mit dem sich das schneiden lässt - irgendwas stimmt da mit dem Format nicht. Ich sollte aber unbedingt noch eine Lösung finden! Deshalb hier ein kleines Trostpflasterlein. Fragt mich nicht, was "geheiligt" heißen soll und angeschraubt ist inzwischen auch wieder alles.
Ach, noch ein kurzer Zwischenstandlagebericht: sieht danz gut aus.
Ich muss noch den Mast legen, ein wenig was einkaufen gehen, unter Deck siehts aus wie sau und die Sprayhood wird wohl auch auf dem Kanal weitergeneht/geklebt/gebastelt werden. Eigentlich wollte ich die komplett neu machen lassen, aber dafür hat sich irgendwie niemand in den letzten zwei Wochen gefunden, obwohl ich sogar bereit war Unsummen zu bezahlen - dann sollte es wohl nicht, so ein Flickenteil hat ja auch viel mehr Charakter.


Untitled from Merle Ibach on Vimeo.